Tipp: Entschleunigung im Denken

Als ganz besonders wertvollen Tipp zur Entschleunigung im Alltag, führe ich hier das Entschleunigen im Denken an. Dabei geht es nicht darum, sich im Denken einzuschränken , sondern es geht um die Wie im Denken. Oft schon habe ich von Stress geplagen Menschen gehört, dass der ganze Ärger eigentlich damit begann, dass sie damit angefangen haben, über alles ergiebig nachzudenken.

An sich ist ein Nachdenken über das Leben und seine Inhalte eine gute Eigenschaft. Doch wenn man dieses Nachdenken unkoordiniert und ungeplant durchführt, entstehen dadurch oft Probleme. Die Eindrücke des Alltags stauen sich auf und man gerät oft in eine Situation, die erheblich stressen kann.

Gerade auch achtsame Menschen geraten hier in Gefahr, dass sie die zusätzlichen Eindrücke aus der Achtsamkeit heraus, nichtzeitnah verarbeiten können. Hier rate ich immer wieder dazu, sich ein Notizbuch zuzulegen und die wichtigsten Erfahrungen kurz aufzunotieren. Diese kann man dann in einer dafür geplanten Zeit bearbeiten und durchdenken. Dadurch werden auch die gewonnenen Erkenntnisse wertvoller und bleiben tief in uns hängen, sind dadurch schneller wieder abrufbar und emotionalisierbarer.

Jedoch auch das normale Denken im Alltag kann man besser organisieren. Bereits eine Umstellung der Prioritäten der Inhalte im Denken kann hier eine echte Wohltat sein. Viele quäldende Denkinhalte sind oftmals nicht wirklich relevant und dringend. Sie kann man gerne vernachlässigen, und über sie kann man auch später noch nachdenken. Man sollte seinen Fokus stets nur auf das Wesentliche des Augenblicks legen. Dieses fokussierte Denken kann dadurch zu besseren Ergebnissen führen und kommt bei der Umwelt gut an. Man erhält positive Signale zurück, die motivieren. Bei den nicht so relevanten Inhalten kann auch hier ein Aufnotieren und späteres gedankliche Bearbeiten erfolgreich sein und zu besseren Ergebnissen führen. Es ist fast niemals notwendig, alle(!) aufgenommenen Eindrücke und Informationen unmittelbar zu bearbeiten.

Bringen wir also Ordnung in unser Denken, um entschleunigen zu können und uns mehr Achtsamkeit zu gönnen...

© Alexander Rossa 2019

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