Achtsam leben durch Entschleunigung

Über das achtsame Leben gibt es viele Webseiten und Bücher, die alles mögliche beschreiben. Doch eigentlich geht es beim Thema Achtsamkeit einfach grundlegend auch nur um den Respekt vor der Natur und dem Leben, speziell auch dem eigenen Leben. Die Welt ist voiller großer und kleiner Wunder, man muss sie nur erkennen und sehen wollen.

Achtsam zu leben bedeutet auch die Erweiterung des Weltbildes und das Lernen am Alltag und wird durch Entschleunigung eigentlich erst möglich.

Ich glaube nicht, dass man sein Leben von heute, auf morgen, auf Achtsamkeit umstellen kann. Auch gehört eine grosse Protion Veranlagung und Bereitschaft sich diesem Thema zu öffnen dazu. Dennoch kann man es lernen, achtsam zu leben.

Um achtsam zu leben und sein Leben zu entschleunigen, ist es sinnvoll, sein Verhältnis zu sich selbst zu überprüfen und ggf. anzupassen. Achtsamkeit zielt ganz speziell auch auf unsere aktive Selbstwahrnehmung im Zusammenspiel mit unserer Umwelt. Was sind meine Zielsetzungen? Sind diese sinnvoll? Spüre ich meinen Körper und meine Umwelt überhaupt noch richtig? Was püre ich überhaupt noch? Registriere ich eigentlich das, was ich erlebe und empfinde, und wie verbuche ich das Erlebte für mich selbst? Bin ich noch in der Lage, mich richtig zu freuen, ausgelassen zu sein, oder mit anderen mitzufühlen? Das sind einige der Fragen, die man sich selbst beantworten können sollte...

Eine gewisse Grundhaltung und Abstand sind die Basis für ein achtsames Leben. Man sollte sich auf Situationen fokussieren und sein Umfeld gut beobachten können. Hierzu helfen Bodyscan und ein Training der Sinne. Auch den kleinen und unscheinbaren Dingen des Lebens sollte man ihre Zeit der Beachtung schenken. Der Augenblick ist wertvoll. Alles in ihm ist interessant und von Bedeutung. Zusammenhänge kann man ergründen, sinnliche Erfahrungen für sich verarbeiten und durchdenken.

Man kann lernen, sich wieder einem feinen Luftzug zuzuwenden, ihn mit Freude wahrzunehmen, seine sanfte Kühle spüren und ihn zu ergründen. Hört man dann zusätzlich plötzlich ein sanftes Rauschen, dann gleich es fast einem kleinen Konzert, einem leisen Flüstern. Diese Luft, wo mag sie zuvor wohl gewesen sein und welche wundersamen Seelenstimmen werden durch ihn ihn, in meine Ohren getragen? Duftet die Luft zusätzlich noch nach frischen Gräsern und Blumen, welch ein Fest für die Sinne wäre das? Würden wir alle nur durch den Alltag hetzen, wir würden diesen feinen Luftzug nicht einmal mehr bewußt wahrnehmen. Wir würden dieses kleine, sinnliche Wunder vollkommen ignorieren. Es wäre für uns verloren. Dabei bedeutet es inneren Frieden und ersehnten Stressverlust für uns. 

© Alexander Rossa 2019

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