Hysterisierter Alltag - wider der Entschleunigung

Wie eine nicht enden wollende Flucht, so erleben viele Menschen ihren Alltag. Sie hetzen von einem Erregungsthema, zu einem anderen und werden unter anderem durch die Medien und anerzogene Bedürfnisvorstellungen täglich mit stressierenden Themen versorgt. Sich über etwas aufregen, sich inhaltlich engagieren, mit der Zeit wird das zu einer Art Sucht. Gegenseitige Bestätigungen wirken sich in Folge hysterisierend aus und einer Entschleunigung entgegen...

Doch was sind das für Stressoren, die uns reizen und unseren Alltag entzünden? Sicher sind das die Medien, die ihre Reichweite ausbauen möchten und dazu Aufregungsthemen sammeln, aufbereiten und inszenieren. Jedoch gibt es auch weitere Provokateure, wie Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen und Nachbarn die uns ähnlich gut mit allerlei reizenden Themen versorgen, alledings auch weitere Mitmenschen, denen wir im Alltag begegnen. Letztlich sind es jeoch immer wir selbst, die für diese Hysterie und Rastlosigkeit sorgen, weil wir es zulassen.

Wir haben uns Zielsetzungen im Leben zurecht gelegt, gewisse Bedürfnisse, die wir befriedigen möchten. Oft meinen wir, dass diese Ziele und Bedürfnisse selbst durch uns definiert wurden. Doch wenn wir einmal ganz ehrlich sind, so sind es zumeist die Ergebnisse geschickter Marketing-Kampagnen, immer wieder auch reine Missgunst oder anerzogene Wertmaßstäbe, die uns unsere mittel- und langfristigen Lebensziele vorgeben. Um diese zu erreichen, sind uns viele Wege recht. Erreichen wir sie nicht sogleich und planmässig, hält nicht selten Stress und Hysterie Einzug in unseren Alltag. Für Entschleunigung und Achtsamkeit haben wir da oft nur selten Zeit...   

© Alexander Rossa 2019

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